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Branche — 04

Sport und Freizeit

Im Sport trifft der Mediaeinkauf auf Partnerschaftsverträge. Eine Marke, die eine Übertragung sponsert, will bei einem großen Turnier sichtbar sein, doch Verein oder Verband haben eigene Partner mit Branchenexklusivität. Und eine Sportorganisation, die ihren eigenen Wettbewerb oder ihre Veranstaltung bewirbt, kauft Medien ganz anders ein als eine Konsumgütermarke. Der Plan beginnt deshalb bei den Verträgen und dem Spielkalender, nicht bei den Preislisten der Sender.

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Was die Branche verlangt

  • Übertragungssponsoring parallel zu Partnerverträgen und Branchenexklusivitäten
  • Große Turniere, deren Sponsoringpakete lange im Voraus verkauft werden
  • Ein Spielkalender, der sich mit Weiterkommen und Ergebnissen verschiebt
  • Bewerbung eigener Veranstaltungen und Spiele mit begrenztem Budget
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Erst die Verträge, dann der Einkauf

Das Sponsoring einer Sportübertragung ist eines der wenigen TV-Formate, bei denen die Marke mit dem Inhalt verbunden ist, statt nur im Werbeblock zu stehen. Zugleich stößt man hier leicht auf fremde Exklusivitäten: Wettbewerb, Verein oder Nationalmannschaft haben Partner, die in der Branche Vorrang genießen.

Vor den Verhandlungen prüfen wir deshalb genau, was das Sponsoringpaket umfasst – Sponsor-Billboards der Übertragung, Trailer, Platzierungen in den umliegenden Werbeblöcken – und ob es mit Verpflichtungen des Auftraggebers oder mit Rechten Dritter kollidiert. Erst dann ist es sinnvoll, über den Preis zu sprechen.

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Große Ereignisse werden lange im Voraus reserviert

Sponsoringpakete zu Meisterschaften und Olympischen Spielen bieten die Sender lange vor Beginn an, und die besten sind gefragt. Wer wenige Wochen vor dem Turnier zu verhandeln beginnt, wählt aus den Resten. Spots in den Werbeblöcken rund um die Übertragungen haben zudem höhere Preise und Platzierungszuschläge.

Neben dem Fernsehen gibt es in diesen Zeiträumen auch Sonderprojekte im Radio und Sportbeilagen in der Presse. Wir stellen den Plan so zusammen, dass sich die Werbeträger ergänzen und die Marke während des gesamten Turniers sichtbar bleibt, nicht nur bei einem Spiel.

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Verein oder Verband als Auftraggeber

Wenn der Verein oder Verband selbst Medien einkauft – um den Zuschauerzuspruch, den Dauerkartenverkauf oder ein Heimturnier zu fördern –, ist das Budget kleiner und die Reichweite lokal. Am sinnvollsten sind regionales Radio, Außenwerbung in der Spielstadt und Verkehrsmittelwerbung auf den Linien, mit denen die Fans zum Stadion fahren.

Der Kalender ist dabei beweglich: Vom Einzug in die Play-offs oder einer Terminverlegung erfährt man wenige Tage vorher. Deshalb verhandeln wir Konditionen, die eine Verschiebung der Schaltung erlauben, und lassen im Plan Raum für schnelle Reaktionen.

Der Sport hat einen Vorteil, den andere Branchen nicht haben: Er erzeugt selbst Nachrichten. Die Vorstellung der neuen Saison, die Unterzeichnung eines Partnervertrags oder die Ankunft eines Neuzugangs sind Themen für eine Pressekonferenz und für Sportredaktionen. Sportler als Markenbotschafter tragen die Botschaft eines Partners dann zu den Fans in den sozialen Medien – sofern die Kooperation mit den Verträgen des Vereins vereinbar und klar gekennzeichnet ist.

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