Gesundheit und Pharma
Werbung für Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und Gesundheitsleistungen gehört zu den am strengsten regulierten Kategorien im Mediaeinkauf. Das tschechische Gesetz zur Regulierung der Werbung legt fest, was behauptet werden darf und gegenüber wem; Sender und Vermarkter prüfen Spots vor der Ausstrahlung, und ein Fehler zeigt sich nicht erst in einem Bußgeld, sondern schon darin, dass der Spot gar nicht läuft. Hinzu kommt eine ausgeprägte Saisonalität: In der Grippesaison sind die Werbeblöcke früher ausverkauft als zu jeder anderen Zeit. Der Mediaplan entsteht hier deshalb im Einklang mit der Regulierung und mit Vorlauf – nicht in letzter Minute.
Was die Branche verlangt
- Die Vorgaben des tschechischen Werberegulierungsgesetzes für Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel, einschließlich der Pflichthinweise
- Freigabe der Spots durch Sender und Vermarkter vor der Ausstrahlung
- Saisonalität – in der Grippesaison ist Werbezeit teurer und früher ausverkauft
- Personalgewinnung, die regional statt landesweit entschieden wird
Regulierung wird vor dem Einkauf geklärt, nicht danach
Verschreibungspflichtige Arzneimittel dürfen gegenüber der breiten Öffentlichkeit nicht beworben werden; für rezeptfreie Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel gelten Regeln für Aussagen und Pflichttexte. Diese wirken sich auf die Spotlänge aus – der Hinweis muss lesbar und verständlich sein, sodass die Zehn-Sekunden-Version, mit der die Kreation gerechnet hat, oft nicht ausreicht.
Deshalb klären wir Spotlänge und Format mit dem Auftraggeber, bevor Werbezeit gebucht wird. Auch die Freigabezeit bei den Sendern fließt in den Plan ein: Sie ist im Zeitplan berücksichtigt und wird nicht erst dann bemerkt, wenn das Material abgelehnt wird und sich der Starttermin verschiebt.
Dieselben Regeln gelten für Public Relations: Ein Fachartikel oder ein Interview mit einem Arzt darf nicht in Schleichwerbung für ein Präparat abgleiten. Besser funktioniert hier Aufklärung – Prävention, Neuerungen in der Versorgung, Fachleute als Sprecher. Das Gesundheitswesen ist zudem anfällig für Skandale; es lohnt sich daher, ein Vorgehen für die Krisenkommunikation bereitzuhalten und per Medienbeobachtung zu verfolgen, was über die Einrichtung oder Marke berichtet wird, bevor sich eine Meldung verbreitet.
Die Saison wird mit Vorlauf eingekauft
Rezeptfreie Erkältungs- und Grippepräparate konkurrieren in denselben Wochen um dieselben Werbeblöcke. Die saisonalen Preisindizes sind in dieser Zeit hoch, und begehrte Platzierungen im Block sind schnell vergeben. Wer erst mit der ersten Welle einkauft, bekommt die Reste.
Wir bauen den Plan daher so auf, dass der Kern der Kampagne frühzeitig reserviert ist und ein Teil des Budgets flexibel bleibt – je nachdem, wann die Saison tatsächlich beginnt. Radio und Online-Video der TV-Gruppen lassen sich schneller schalten als lineares Fernsehen und eignen sich daher als Reserve für eine frühere oder stärkere Welle.
Kliniken und Personalgewinnung brauchen eine Region, nicht das ganze Land
Eine Privatklinik oder ein Netz von Arztpraxen versorgt ein Einzugsgebiet, nicht das ganze Land. Landesweites Fernsehen bezahlt hier Reichweite weit außerhalb der Patientenschaft. Sinnvoller sind regionales Radio, Lokalpresse und Außenwerbung an den Strecken, die die Menschen im Einzugsgebiet täglich fahren.
Dasselbe gilt für die Gewinnung von medizinischem Personal. Bewerber entscheiden nach dem Arbeitsweg, deshalb wird Standort für Standort geplant, und die Werbeträger werden danach ausgewählt, wo die Menschen wohnen, die dorthin pendeln könnten.
Verwandte Leistungen
Mediastrategie und Mediaplanung
Aufteilung des Budgets auf TV, Radio, Print und Außenwerbung nach Zielgruppe und Kampagnenziel – bevor etwas gebucht wird.
Mehr →04Fernsehwerbung
Einkauf von Werbezeit auf landesweiten und thematischen Sendern – in Ratingpunkten, bezogen auf Ihre Zielgruppe.
Mehr →08Radiowerbung
Einkauf von Spots bei nationalen, Netzwerk- und Regionalsendern – mit einer Kontaktfrequenz, bei der sich die Hörer die Botschaft wirklich merken.
Mehr →12Regional- und Fachpresse
Regionale Tageszeitungen, Gemeindeblätter und Fachzeitschriften – wo das Publikum klein ist und seinen Titel genau liest.
Mehr →11Advertorials und Beilagen
Bezahlter Raum in Form eines Artikels oder einer Themenbeilage – für Botschaften, die für eine Anzeige zu lang sind, stets klar als Werbung gekennzeichnet.
Mehr →18Fachartikel und Interviews
Fachbeiträge, Kommentare und Interviews mit Menschen aus dem Unternehmen im redaktionellen Teil – auf Basis von Expertise, nicht von Werbung.
Mehr →20Krisenkommunikation
Krisenhandbuch, Szenarien und Medientraining für Sprecher im Voraus – und schnelle, wahrheitsgemäße Kommunikation, wenn etwas passiert.
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